ARS LEGENDI-Fakultätenpreis Ingenieurwissenschaften und Informatik

Die Konferenz der Fachbereichstage (KFBT) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft loben den Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik 2019 zum ersten Mal für die Lehrenden an Fakultäten und Fachbereichen, deren Fachbereichstag Mitglied der KFBT ist, in den genannten Fachrichtungen aus. Er wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 15.000,00 Euro dotiert.

 

Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Ingenieur- und Informatiknachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als zentrales Gütekriterium für Hochschulen und strategisches Ziel des Qualitätsmanagements der Hochschulen stärker verankert werden.


Der Preis wird für herausragende und innovative Beiträge und Leistungen in der Lehre verliehen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung von

»    Curricula oder curricularen Elementen
»    Lehrmethoden
»    Lehr- und Lernmaterialien
»    Prüfungsmethoden
»    Beratungs- und Betreuungskonzepten für Studieninteressierte und Studierende
»    sonstigen Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre

 

Der Preisträger/die Preisträgerin soll einige der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

I.    Die Lehre des Preisträgers/der Preisträgerin unterstützt den Lernprozess der Studierenden in herausragender Weise, belegt z.B. durch folgende   
      Aktivitäten:


»    Die Lehre findet besondere Anerkennung von Studierenden und Kolleg/inn/en
»    Die Lehre aktiviert und motiviert die Studierenden, gibt ihnen Orientierung und stärkt ihre Eigenverantwortung
»    Die Lehre weckt bzw. unterstützt die fachliche Motivation der Studierenden, insbesondere am Studienbeginn und in der Vermittlung der
      Grundlagenwissenschaften
»    Die Lehrkonzepte gehen auf die Unterschiedlichkeit der Studierenden, ihrer Vorqualifikationen und ihrer Lernstile ein und fördern so differenziert
      wie nötig
»    Die Lehre fördert den Aufbau von überfachlichen und Schlüsselkompetenzen und bezieht fachbezogen ethische Aspekte ein

 

II.    Der Preisträger/die Preisträgerin konzipiert und betreibt seine/ihre Lehre mit besonders hoher Qualität, belegt z.B. durch folgende Aktivitäten:


»    Er/sie passt die Lehre in das Profil des Studiengangs ein, formuliert kompetenzorientierte Lernziele und setzt sie mit angemessenen, vielfältigen
      Methoden in der Lehre um
»    Er/sie nutzt Lehr- und Lerntheorien und die Bewertung durch Studierende und Kolleg/inn/en in der kritischen Bewertung und fortlaufenden
      Weiterentwicklung seiner/ihrer Lehre
»    Er/sie entwickelt besondere Konzepte zur Bewertung des Lern- oder Studienerfolgs, beispielsweise im Rahmen kompetenzorientierter Prüfungen
»    Er/sie entwickelt Verfahren zur Bewertung der Anforderungen aus Wissenschaft und Praxis hinsichtlich der Kompetenzanforderungen

 

III.    Der Preisträger/die Preisträgerin leistet wesentliche Beiträge zur Gestaltung hervorragender Studiengänge, z.B. durch folgende Aktivitäten:

»    Er/sie engagiert sich maßgeblich für die lernergebnis- und kompetenzorientierte Gestaltung der Studiengänge und die entsprechende inhaltliche
      und zeitliche Abstimmung der Module und Lehrveranstaltungen
»    Er/sie fördert die Verbindung der fachwissenschaftlichen Ausbildung mit der Vermittlung von überfachlichen Kompetenzen und
      Schlüsselkompetenzen.
»    Er/sie trägt bei zur Motivation für das Fach und zur Bindung sowohl von Studieninteressierten als auch von Studierenden, insbesondere auch von 
      Frauen oder von jungen Menschen mit Migrationshintergrund

 

IV.    Der Preisträger/die Preisträgerin fördert maßgeblich die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehrkonzepte und -methoden in der
        Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) und im Fach, z.B. durch folgende Aktivitäten:

»    Er/sie fördert die Implementierung innovativer Lehrkonzepte und -methoden in der Hochschule und in der Fachdisziplin, etwa durch
      Weiterbildungsmaßnahmen für Kolleg/inn/en oder durch das Engagement in Gremien, Fachgesellschaften oder im politischen Raum
»    Er/sie bringt sich in die Diskussionen zur Zukunft von Lehre an Universitäten mit nachhaltigen Vorschlägen konstruktiv ein
»    Er/sie leistet wesentliche Beiträge zum Diskurs über die Qualität der Lehre, z.B. über lehrbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte,
      insbesondere unter Einwerbung von Drittmitteln. Seine/ihre Projekte werden als „best practice“ angesehen und von Hochschullehrern
      aufgegriffen.

 

 V.    Der Preisträger/die Preisträgerin ist ein/e ausgewiesene/r Wissenschaftler/in:

»    Er/sie dokumentiert in der Lehre, dass er/sie innerhalb der eigenen Disziplin, aber auch interdisziplinär und international vernetzt ist
»    Er/Sie dokumentiert in der Lehre, dass er/sie anwendungsorientierte Forschung betreibt
»    Es gelingt ihm/ihr, seine/ihre Forschungsergebnisse geeignet in die Lehre einzubinden

 

Die Bewerbung erfolgt in der Regel auf Vorschlag der Fakultäten und Fachbereiche oder der Fachschaften der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW). Eigenbewerbungen sind zulässig. Bitte verwenden Sie für Ihren Vorschlag bzw. Ihre Bewerbung das unter https://www.stifterverband.org/ars-legendi-inginf und www.kfbt.de zu findende entsprechende Formular und fügen die genannten Anlagen bei.


Bitte beachten Sie, dass Ihr Vorschlag am 8. Februar 2019 (Bewerbungsschluss) nur vollständig ist, wenn Stellungnahmen des Kandidaten/der Kandidatin, der Fachschaft und des Fachbereichs/der Fakultät vorliegen.

 

Ausschreibung

Formular

Hinweise zur Antragsstellung